"Ein Film von M. Night Shyamalan"
Was zu Anfangszeiten des Regisseurs wahre Freudenstürme auslöste, ist heute vielmehr eine Warnung. Mit Meisterwerken wie "The Sixth Sense", "Unbreakable" oder "Signs" bewies der Regisseur ein Gespür für Suspense und setzte mit gelungenen Schlusstwists neue Maßstäbe im Mystery-Bereich. Das ist allerdings Jahre her und sein unverkennbares Markenzeichen verkam über die Jahre zum reinen Selbstzweck. Zwar durfte der Regisseur auch zahlreiche Hollywoodblockbuster inszenieren, doch seine beiden Epen "After Earth" (mit Will Smith) und "Die Legende von Aang" (Verfilmung der gleichnamigen Zeichentrickserie) floppten nicht nur kolossal an den Kinokassen, sondern fielen auch bei den Kritikern ausnahmslos durch. 2015 ist es nun an der Zeit, den eigenen Ruf wiederherzustellen und darum kehrt Shyamalan zurück zu seinen Thriller/Mystery-Wurzeln. Das Skript stammt dabei von ihm selbst und auch die Finanzierung kam aus eigener Tasche. Zusammen mit Erfolgsproduzent Jason Blum ("Insidious", "Sinister", "Whiplash"), der später auf den Film aufmerksam wurde und zur Produktion dazustieß, inszeniert der Regisseur einen kleinen und fiesen Horrorschocker, der wieder frischen Wind in das Genre des Found-Footage Horrors bringt.
Die beiden Kinder Becca und Tyler dürfen das erste Mal in ihrem Leben eine Woche mit Oma und Opa verbringen. Grund genug für die ambitionierte Hobbyfilmerin Becca das ganze Geschehen mit ihrer Kamera zu dokumentieren. Die beiden Großeltern gestalten sich dabei als liebevoll und zuvorkommend. Doch nach und nach wird die trügerische Idylle getrübt, als Oma Nana und Opa Pop pop sich immer merkwürdiger zu benehmen scheinen. Die beiden Kinder gehen der Sache auf den Grund.....
Die Grundidee ist so einfach wie clever. Mit der Hobbyfilmerin Becca kommt ein Element mit ins Spiel, das dem Found-Footage eine weitaus logischere Erklärung gibt, als all die Opfer, die in vielen Filmen zuvor die Kamera nicht ausschalten wollten. Zudem nutzt Shyamalan die Ausgangslage auch für viele persönliche Momente, indem er gegen Ende alte Aufnahmen mit dem Vater der Kinder verschneidet. Generell wirkt die Familie sehr dynamisch, denn das Fehlen des Vaters hinterließ bei beiden Kindern sichtbare Spuren, die auch im späteren Verlauf des Films noch eine gewichtige Rolle spielen. Dadurch erhält der Zuschauer die Möglichkeit mit den Kindern mitzufühlen.
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Bereits im Trailer gab es diese amüsante Szene zu begutachten |
Was befindet sich denn da bloß in dieser Scheune ? |
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Der nächste Besuch bei den Großeltern, wird nach Sichtung des Films sicherlich spannend |
Bewertung: